Gedankenwurst und Sprechschinken: Chriss Handsome ~ Vergangenheit und Eigenschaften

Hallo ihr wundervollen und kostbaren Menschen. Im Folgenden versuche ich ein tiefes Persönlichkleitsprofil zu erstellen. Die Figur wird vermutlich Teil eines „coming out of age“-ähnlichem Textes werden. Der Umfang ist noch ungeklärt. Mal schauen, was sich mir alles an Möglichkeiten und Szenarien bietet. Vielleicht bleibt es auch bei einem Gedankentrip als Text, ohne Ziel/Ende. Vielleicht passiert etwas skurriles und die Figur findet sich in einer fremden Welt wieder, aber das gab es schon zu häufig. Ich weiß es noch nicht… Ich könnte mir auch einen Selbsterfahrungstrip gut vorstellen, den die Figur beschreitet/durchlebt.

[TRIGGER WARNUNG]

Rückblickend stelle ich für mich fest, dass ich ein gebrochener Mensch bin.

Ich wurde mit physischer und psychischer Gewalt gebrochen.

Ich wurde wie ein Tier behandelt, wurde zur Strafe mehrfach zu den Schweinen, Gänsen und Hühnern in den Stall zum Essen geschickt, weil ich beim Essen versehentlich geschmatzt habe. Tags darauf in der Schule sprachen mich Mitschüler auf meinen Geruch nach Mist und Stall an. „Ich habe heute früh bei uns im Stall ausgeholfen“, war immer meine Antwort.

Ich wurde mit Gegenständen beworfen und geprügelt weil ich nicht wusste wie ich reagieren geschweige denn antworten sollte, als mir suggestive Fragen gestellt wurden.

Ich wurde wochenlang zu Hause eingesperrt, weil ich keine guten Noten nach Hause brachte. Anstelle meiner ersten sexuellen Erfahrungen in den Sommerferien zu machen, verbrachte ich die Ferien mit Schulaufgaben oder mit dem Lesen von Fachbüchern aus dem Bereich Physik und Chemie, da ich mich auf das kommende Schuljahr vorbereiten sollte. Kein „bonding“ war möglich. Einen Freundeskreis besaß ich nicht.

Damit ich nicht abgelenkt werden würde, war mein Arbeitszimmer die Toilette. Wochen durfte ich nichts anderes machen. Das Essen wurde mir zur Toilette gebracht. Nur zum Schlafen durfte ich die Toilette verlassen und in mein Zimmer zurückkehren.

Man missbrauchte meine jüngere Schwester, während ich tatenlos zusehen musste und ohnmächtig einem Erwachsenen ausgeliefert war, der mich bei jeder sich bietenden Gelegenheit verprügelte. Der Anblick seines Halbsteifen und wie er kichernd mit rotem Kopf mit meiner deutlich jüngeren Schwester im Bett „tobte“, widert mich noch immer an. Mir wird schlecht vor Wut.

In einer nie anhaltenden Phase der Selbstreflexion komme ich immer mehr zu der Erkenntnis, dass ich gebrochen bin. Ich war 10 Jahre einem Sadisten ausgeliefert der es liebte, kleine Jungen zu quälen und kleine Mädchen anzufassen. Häufig kam ich mit roten oder blauen Handabdrücken im Gesicht zur schule. Ich antwortete immer „Mein Stiefvater hat etwas zusammengebaut und ist dabei mit seiner hand abgerutscht“. Eine Klassenkameradin hat mir das nicht geglaubt (und mit Sicherheit auch viele andere) und hat mich ausgefragt. Sie wusste natürlich was los war, aber ich habe sie abgewiesen. Ich habe mich geschämt und war wütend. Ich glaube, ich war wütend auf mich selbst und habe mich geschämt, weil ich so schwach war.

Natürlich war ich nicht schwach. Ich war ein 13 jähriger Junge, der unterernährt und völlig eingeschüchtert war.

Ich hatte Angst.

Ich habe noch immer Angst vor früher.

Bei gefühlter Minderleistung oder eingebildetem Versagen, bricht für mich immer wieder eine Welt zusammen. Ich bekomme Angstzustände, verstecke mich Zuhause im Wohnzimmer, trinke zu viel Alkohol und tauche hinab in das Internet, welches mich vor der bösen Welt dort draußen so schön abschirmt. Ich ging nicht mehr zur Schule, versteckte mich in Bahnhöfen und schlief in verwinkelten Gassen, damit der Tag vorübergeht und ich so zur normalen Uhrzeit / nach Schulschluss Zuhause ankam, damit niemand etwas bemerkte.

Später, während meiner beruflichen Ausbildung, versteckte ich mich immer in meinem Auto. Früh morgens, vor Beginn der Berufsschule, fuhr ich pünktlich von Zuhause los. Mein Weg führte mich immer zu einer bestimmten Autoraststätte, wo ich nicht so auffallen würde, wenn ich in meinem Auto schlief.

Versagensängste, kleinste Fehler in bildungsrelevanten Institutionen (Schule, Seminare, Fortbildungen usw.), lösen in mir körperliche Reaktionen aus, die mich an früher denken lassen.

Ich bin offenherzig, aber trage Narben in meinem Herzen, die nie verheilen werden.

Ich bin sehr liebend.

Ich habe so viel Liebe zu geben.

Ich versuche alles besser zu machen, als wie es mir beigebracht wurde.

Ich denke, ich schlage mich ganz gut.

Ich bin nur für mich alleine traurig.

Ich bin nur für mich alleine wütend.

Ich bin immer höflich.

Ich lache viel und gerne.

Ich will das alles vergessen.

Ich möchte nicht immer traurig sein.

Meine guten Tage werden seltener.

Meine schlechten Tage werden immer mehr.

Ich fühle mich alleine auf dieser Welt, aber eigentlich bin ich nicht alleine.

Jacks Odyssee [REWRITE]

Diese Leseprobe soll Lust auf mehr machen. Bisher befindet sich das eigentliche „Werk“ in eine Art „rewrite“-Status, da ich mit der ursprünglichen (hier nicht veröffentlichten) Geschichte sehr unzufrieden bin. Die Leseprobe soll genau das teasern, was das erste Kapitel abliefern wird. Die Veröffentlichungen der Kapitel werden unregelmäßig erfolgen, da ich aktuell beruflich stark gefordert werde.

In einer Realität, in der Katzen wie Menschen laufen und das Weltall für sich entdeckt haben, bleibt nur eine logische Konsequenz. Die Erde und die Unterwerfung der Menschheit.

Was keiner der Beteiligten bedacht hat: Die Galaxie ist verdammt groß und bringt so einige Überraschungen mit.

„Jack. Ein Großkotz, Catnip-Abhängig und bei weitem nicht das beste Exemplar eines Homo Felis. Auf der Suche nach dem ultimativen Ziel, der Erde, begegnet er allerhand merkwürdige Kreaturen und kommt immer wieder in Schwierigkeiten.“

Mein besonderer Dank gilt Molan, für die fantastische Unterstützung und Korrektur ☺

Auf Jacks Heimatplaneten Basteton gab es schon seit vielen Generationen eine Legende, die besagt, dass auf einem fernen Planeten namens Erde seine Spezies wie Götter behandelt werden würde. Eifrig rekrutierten Behörden vielversprechende Kandidaten für ein ambitioniertes Raumfahrtprogramm, um den Wahrheitsgehalt der Legende zu überprüfen. Dies gestaltete sich schwieriger, als man anfangs angenommen hatte. Neben den technischen Herausforderungen ein Raumschiff zu entwickeln, das den unwirtlichen Bedingungen in Weltraum standhielt und jahrelang ohne Beaufsichtigung des Bordcomputers durch die vorhandene Crew navigieren konnte galt es, die physische Belastbarkeit der potenziellen Piloten zu ermitteln, um nur diejenigen auszuwählen, die den Ansprüchen gerecht wurden. In regelmäßigen Abständen wurden die Anforderungen an die Bewerber immer höher gesetzt, denn ohne eine vollumfängliche Eignungsprüfung und anschließender ganzheitlicher Ausbildung würde man es mit Besatzung kaum weiter als bis zum Mond von Basteton schaffen. Eine nahezu endlose Suche nach geeigneten Kandidaten nahm ihren Anfang. Jahre vergingen, in denen die Raumfahrttechnologie von den besten Wissenschaftlern optimiert wurde, nur die richtigen Kandidaten ließen auf sich warten.

Jack kam bereits mit jungen Jahren in das Militär. Als Sohn einer Familie, die aus lauter Ungezieferspezialisten bestand, strebte Jack Höheres an. Als Kind hatte er häufig seinen Eltern bei der Ungezieferjagd ausgeholfen, während seine Geschwister sich lieber um die Wette geprügelt hatten. Er lernte früh, effizient seine Bewegungen zu dosieren, um sie in einer plötzlichen Explosion aus Kraft so zu nutzen, dass kein Ungeziefer davonkommen konnte. Bastetons Ungeziefer war alles andere als eine lästige Freizeitbeschäftigung, sondern eine waghalsige Unternehmung. Gewisse Stadteile, insbesondere die, in denen ein überdurchschnittliches Maß an Armut herrschte, hatten besonders damit zu kämpfen. Dort, wo Revierkämpfe zwischen den Feles und Canes in blutige Revierkämpfe ausarteten, kam es immer wieder zu Angriffen von Mostelois. Schmal gewachsene wilde Raubtiere, die sich am Müll der dort lebenden Feles und Canis bedienten und in seltenen Fällen sogar die schwächeren Jünglinge entführten und fraßen. Sie hatten listige Augen und rasiermesserscharfen Zähne, mit denen sie mit Leichtigkeit ihre Beuten finden und durch das noch junge und zarte Fleisch der Jünglinge beißen konnten. Widerliche Tiere, die nur Unheil über die Siedlungen brachten und Krankheiten übertrugen.

In seinen Jugendjahren kam es häufig zum Streit mit seinen Eltern, denn sie versprachen sich in Jack einen würdigen Nachfolger, wenn sie eines Tages in den Ruhestand gehen sollten, aber er sah dort nicht seine Zukunft: Er wollte die Welt verändern.

Nach einem Streit mit seinen Eltern, der bisher der Heftigste war, entschloss sich Jack kurzerhand, zum Militär zu gehen. Schnell war klar, dass ein hoch ambitionierter Kater in die Reihen der stocksteifen Milchtrinker, so nannte Jack seine Vorgesetzten, eingetreten war. Sein Gehorsam und seine herausragenden Leistungen fielen allen auf und er wurde mit jahrelangem Training in verschiedenen Formen der körperlichen und geistigen Fitness belohnt. Man versprach sich viel. Jack genoss Lehrgänge in militärischem Kratz Maga, Einzelkämpferausbildung ohne Katzenstreu und Futterspender sowie geringfügige genetisch-bionische Optimierungen, die er im Laufe der Jahre verpasst bekommen hatte.

Jack erinnerte sich an die ständigen Überbeanspruchungen seines Körpers und die Tatsache, dass er mit jeder neuen Trainingseinheit seine eigenen Rekorde überboten hatte, was vor ihm niemand zu leisten bereit war. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Verschleißerscheinungen seinem Körper zu schaffen machen würden. Nicht ein Mitbewerber vor ihm war jemals so über seine eigenen Leistungsgrenzen hinausgegangen. Kleinere Implantate, wie eine neue Hüfte und synthetisch aufgewertetes, stabileres Muskelgewebe, verschafften Jack den kleinen aber feinen Vorteil, dann doch noch, mit ausdrücklichen Empfehlungen seiner Vorgesetzten, in die gehobene Laufbahn der Offiziere einzusteigen.

Sein erfolgreicher Abschluss von der Catademy of Slicing Arts war nur der Anfang seiner äußerst erfolgreichen, akademischen Laufbahn. Neben seiner staatlichen Ehrung, der Überreichung seiner Zertifikate und anschließender Ehrenauszeichnung als Bester seines Jahrgangs, durch den Präsidenten der Vereinigten Feles höchstpersönlich, hatte er auch noch die heißeste Frau an seiner Seite, die man sich nur vorstellen konnte. Sie hatte grazile Beine, eine schmale Hüfte und ein scharf gezeichnetes Gesicht und war ein wahrer Traum für alle hormongesteuerten Kater, wie er auch selbst einer gewesen war. Einfach alles war perfekt.

Es folgten viele erfolgreiche Jahre: Kampfeinsätze im dunklen und dicht bewachsenen Kontinent der Felis Nigra, Trainings- und Schutzeinsätze im heißen und staubigen Land der Desert Cattus und letztendlich ein Jahresaufenthalt auf dem Schlachtkreuzer UFS Purrington, der ihm diese gegenwärtige Situation eingebracht hatte.

Nachdem First Lieutenant Jack Pawdridge zum Major befördert worden war, ging seine Beziehung zu seiner damaligen Partnerin endgültig in die Brüche, die Luft war einfach raus: zu viel Gefecht und zu wenig Zweisamkeit. Immer öfter wurde er unter Deck mit einer reichlichen Portion an Catnip intus erwischt und wie er völlig zugedröhnt auf dem Boden seiner Kajüte schlief, was ihn immer wieder Strafdienste unter dem diensthabenden Captain (O-6), einem widerwärtigen Masochisten, einhandelte und zuletzt nicht gerade wenige Abmahnungen.


Sein damaliger Freund und Vorgesetzter, ein aufstrebender Colonel bei der Navy und an Land stationiert, bemerkte seine Notlage und unterbreitete ihm ein Angebot, welches er niemals hätte abschlagen können: Er sollte sich für ein Raumfahrtprogramm bewerben, dass das Verständnis eines jeden Bewohners ihres Planeten auf den Kopf stellen würde. Hinter vorgehaltener Hand war von einem Himmelfahrtskommando die Rede, aber durch sein Empfehlungsschreiben, dass er dank seinem Freund bekommen hatte, blieb ihm nicht viel Zeit, die Gerüchte zu prüfen. Er würde als Held gefeiert werden und in die Geschichtsbücher eingehen. Das, genau das, war der richtige Job für ihn: Anerkennung, Frauen, Geld und ewiger Ruhm. Das alles würde Jack eines Tages bekommen. Mit seinen 32 Jahren war er auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn und nichts konnte sich ihm in den Weg stellen.

Seine Erinnerungen waren wie ausradiert. Je mehr er versuchte, sich zu erinnern und seine Augen zu öffnen, desto mehr schnitt ein scharfes Zischen durch seinen Kopf und ließ vor seinen geschlossenen Augen Blitze aufflackern. Jack hörte das Rauschen von Gesprächen. Die Menge an Stimmen machte es unmöglich, einzelne Wörter oder Gespräche herauszufiltern, sodass eine Blase aus Wortfetzendurch den Eingang eines altmodisch aussehenden Gebäudes gedrückt wurde.
Eine Pfote legte sich sanft in seine und zog ihn zärtlich in ein völlig überfülltes Restaurant. Jeder Tisch war mit einer Kerze ausgestattet, die im Wind der zwischen den Stühlen huschenden Kellner flackerten. Eine wahnsinnig hübsche Frau in einem Abendkleid aus roter Seide starrte ihn an. Ihre am Kopf zurückgesteckten Haare verliehen ihr das Aussehen einer Galasängerin. Jack näherte sich ihr, um den vertrauten Duft einzuatmen, den seine unbekannte Begleitung ausströmte. Er wollte ihr ein Kuss geben, doch da stürzte die Decke ein. Risse bildeten sich in den Wänden und Fenstern. Der Boden brach auf und ein beißender chemischer Geruch legte sich um sein Gesicht. Jack stolperte rücklings in einen Tisch, blickte in die friedlich speisenden Gesichter der anderen Gäste und erwartete jeden Augenblick einen harten Aufprall. Das geborstene Holz des Tisches gab nach und Jack stürzte durch den Boden, in einen niemals enden wollenden Strom aus Dunkelheit und Schutt.
Erschrocken öffnete Jack seine Augen. Auf dem Rücken liegend blickte er verwirrt umher. Erfühlte gläserne Wände und an seinem Körper klebte gelber Schleim. Panik stieg in ihm auf, als er das Gefühl bekam zu ersticken, und je mehr er seiner Panik verfiel, desto weniger Luft bekam er. Um Atem ringend bemerkte er, wie etwas seinen Hals würgte und sich einen Weg in seine Luftröhre bahnte. Verzweifelt schlug er gegen die gläsernen Wände, griff zu seinem Hals und bekam das würgende Ding zu fassen. Mit einem Ruck zog er an etwas, dessen Haut sich wie ein Reptil anfühlte. Es war geschuppt und fast nicht greifbar, seine Pfoten glitten über die Oberfläche des Angreifers und verloren den Halt.
Ein weiterer Ruck und er spürte, wie ein überraschend großer Gegenstand aus seiner Luftröhre gerissen wurde. Jack zog weiter und ergab sich der Agonie, die das Herausziehen des Gegenstands erzeugte. „Verdammt noch mal, ein wenig noch… Was zur Hölle ist das?“ schrie er innerlich.
Mit einem verzweifelten kräftigen Ruck zog Jack das letzte Stück des angreifenden Gegenstandes heraus, welches ihm so vehement die Luft abschnüren wollte. Jack sog die Luft gierig ein, aber er erbrach gleich darauf heftig und traf dabei die gläserne Wand, die ihn wie ein Schaukasten umgab.

Einige Momente vergingen und er erkannte seine Kälteschlafkammer. Langsam erinnerte er sich wieder an den Tag, als er sich hineinlegte, der gelbe Schleim sich über sein Fell ergoss und er mit aufgesetzter Maske in einen tiefen Schlaf sank. Jack war zwar noch immer benommen, doch er konnte sich immer genauer seine Mission ins Gedächtnis rufen: die Erde. Ein blauer Planet, der 14 Lichtjahre von seinem Heimatplaneten entfernt war. Die Wissenschaftler stritten nur zu gerne darüber, wie es die Vorfahren geschafft haben sollten, diese bisher als unüberwindbar geltende Entfernung hinter sich zu bringen und die Erde zu bewohnen. Diesen und andere Punkte galt es zu klären.

Sein rot-weiß gestreiftes Fell war voll vom Schleim dieser Höllenkammer. Er glaubte, Urin zu riechen, und musste sich erneut erbrechen. Diesmal schaffte er es nicht, sich wegzudrehen, und spie voll auf seine Brust und seinen Bauch. „Na das wird ein Spaß, die Sauerei wieder herauszubekommen“, sprach er mit heiserer Stimme und Tränen in den Augen zu sich selbst.
Schnaufend legte er seinen Kopf zurück und kam langsam wieder zu Atem. Geschwächt vom „Kampf der Titanen“ hob er zitternd seinen Arm und hielt sich den merkwürdigen Angreifer vor die Augen. „Eine verdammte CRAP-U?“ Jack lachte, noch völlig erschöpft von seinem „Kampf“.
Die „Cardiac and Respiratory Arrest Protection Unit“, kurz CRAP-U, wurde schon seit Jahren zuverlässig eingesetzt, um im Kälteschlaf befindliche Zivilisten oder militärisches Personal am Leben zu erhalten. Vorfälle wie diese Fehlfunktion waren eine absolute Ausnahme.

Jack erinnerte sich an den Text des Handbuchs, mit der die Funktionsweise der CRAP-U und der Kälteschlafkammer:
Der Passagier legt sich zentral auf den Boden der Kammer und legt das in der Kammer befindliche Halsband an. Der dafür gekennzeichnete Druckknopf am Halsband muss aktiviert werden, um die automatische Einschlafsequenz zu starten.
Über Injektionen, die vollautomatisch durch die sich im Halsband befindlichen Kanülen in die Halsvene gesetzt werden, fällt der Passagier unverzüglich in einen komatösen Zustand.
Nach 5 Sekunden legt sich die Maske der CRAP-U über das Gesicht des Passagiers und führt beim schlafenden Passagier jeweils eine Sonde in Magen und Lunge ein, die den Passagier zuverlässig mit Atemluft und Nahrung versorgen.
Der Körper des Passagiers ist nun stark sediert, sodass keine unfreiwilligen Schluck- oder Würgereflexe ausgelöst werden können. Somnus, eine gelbe, halbfeste Flüssigkeit, welche erst nach Einleitung der Schlafphase in die Kammer eingeleitet wird, drückt den Körper des Schlafenden in die Höhe und bedeckt ihn vollständig, bis die endgültige Schlafposition erreicht wird. Somnus ist zugleich Abfallentsorgung und Nahrungsquelle. Spezielle Enzyme verarbeiten Körperausscheidungen, verwerten und wandeln sie um, damit sich diese als Schutz um den Körper des Passagiers legen können und die Haut mit den notwendigen Nährstoffen versorgt werden kann.
Kurz vor der Aufwachphase wird ein leichter, elektrischer Stromstoß verwendet, um den Körper auf das eigentliche Aufwachen vorzubereiten. Das Somnus wird abgelassen und die Kammer wird mit Atemluft geflutet. Der vollständig sedierte Körper bemerkt die automatische Entfernung der Sonden der CRAP-U nicht.
Bei 1 von 10.000 Aufwachphasen (0,01%), kann es zu irregulären Funktionsstörungen der Maske kommen.

Jack ärgerte sich über die „irreguläre Aufwachphase“, entfernte das Halsband und fand über sich die Luke, mit einem vom gelben Schleim bedeckten Griff. Noch ein wenig desorientiert packte er den Griff und betätigte ihn, indem er ihn mit einer kurzen Bewegung nach links einrasten ließ.
Ein lautes Zischen war plötzlich zu hören. Der Deckel über ihm öffnete sich und es strömte alte, verbrauchte Luft in seine Kammer. Die Umwälzung für Frischluft lief gerade erst wieder an. Es machte keinen Sinn, die Energie für die Frischluftumwälzung zu vergeuden, wenn die Mannschaft sich im Kälteschlaf befand. Das konnte nur bedeuten, dass sein Kampf nicht mehr als wenige Minuten in Anspruch genommen hatte. Wie auf Kommando war plötzlich ein Surren zu hören und frische Luft drückte sich durch Ventilationsschächte, an der Decke über ihn. Jack richtete sich auf und warf einen Blick auf die andere Kammer, die schon längst geöffnet war. Sein Kopf schmerzte höllisch und er war verdammt schlecht gelaunt. Der kleine, kreisrunde Raum bot gerade so viel Platz, dass zwei Cryo-Kammern Platz darin fanden.
Ein gut erholter und bestens gelaunter, schwarz-grau gefleckter Kater begrüßte den abgekämpft wirkenden Jack ironisch grinsend: „Hallo, Captain. Wie ich sehe, haben Sie außerordentlich gut geschlafen. Es gibt viele Dinge zu erledigen und die Checkliste für die Maschinendurchsicht müssen wir auch noch durchgehen.“
Steve stand an seiner eigenen Kammer und stellte etwas an der dort befestigten Konsole ein. Seine Uniform hatte er schon vor Ewigkeiten gegen einen blauen Pullover und angenehme Shorts ausgetauscht. Anstelle der vorgeschriebenen Stiefel trug er ein buntes, mit Blumenmuster versehenes Paar Hausschuhe, von denen er unzählig viele besaß, zumindest vermutete es Jack.
„Bring mir erst mal einen Tee. Irgendwo müssen wir noch das gute Nepeta Cat haben. Das wird jetzt frisch aufgesetzt und erst DANN geht die Arbeit los“, blaffte Jack seinen Navigator an.
Der Navigator blickte ihn kurzfragend an und eilte dann Richtung Küche, war auch schon nach wenigen Momenten kochendes Wasser zu hören und der unverkennbare Duft von Katzenminze lag in der Luft.
„Captain, ist es nicht noch ein wenig zu früh dafür? Sie sind immer noch nicht ganz aus dem Kälteschlaf raus und wenn ich so an letztes Mal denke, als …“, kam es aus der Küche.
„Steve, verdammt … sieh zu, dass du deinen pelzigen Arsch aus der Küche schaffst und mir endlich meinen Tee bringst.“ Jack war sauer. Er hatte schon lange nicht mehr so eine furchtbare Aufwachphase gehabt. Genervt blickte er zur Küche, wo noch immer das Klappern von Steve zu hören war.
Nicht besonders eingeschüchtert brachte Steve den Tee, den er prompt vor Jack platzierte, der sich inzwischen in dem Captains Chair auf der Brücke befand und sich derweil den letzten Rest des gelben Schleims aus dem Fell knabberte. Neben ihm, auf dem Boden, lagen sein rotes Shirt und seine dunkelbraune Armee-Hose.
Steve wollte wieder ansetzen, noch immer beleidigt, dass ihm so grob das Wort abschnitten wurde: „Captain, bitte. Jack, dieser Schrotthaufen kann das nicht ewig so mitmachen. Bei der letzten Maschinendurchsicht hast du uns den Ionenantrieb gebraten, weil du auf Catnip gedacht hast, der Schatten deines Schwanzes sei ein Insekt, das uns die Treibstoffleitungen zerstören wollen würde und hast daraufhin, in einem Blutrausch, die Hälfte der Verkabelung zerfetzt. Ich bin bis heute nicht dazu gekommen, die Reparaturen vollständig und gewissenhaft durchzuführen. Wir brauchen dieses Mal Zeit, Geduld und einen klaren Kopf, um die Durchsicht zusammen durchzuführen.“
Mit einer forschen Handbewegung erklärte Jack das Thema wortlos für beendet. Seine „Shima“, wie er sie heimlich nannte, würde es schon aushalten. Das United Felis Spacecraft Aoshima war in seinen Augen nicht kleinzukriegen.
Jacks Kopf pochte immer noch, als würde ein Bulldozer versuchen, die Anordnung seines Gehirns neu zu sortieren. Vor Jack stand ein Teller mit widerlichem Weltraumfraß, dem neben der braunen Farbe der Geruch eines sterbenden Tieres anhaftete. Nicht identifizierbare Klumpen saßen in der braunen Pampe, die alles andere als appetitlich aussahen, aber sämtliche Bestandteile einer vollwertigen Ernährung mit sich brachten, die einem wissenschaftlich ausgearbeiteten zweckmäßigen Ernährungskonzeptentsprach. Farbe und Geruch kamen durch die Fermentierung zustande. Was dort genau fermentiert wurde, wollte Jack gar nicht so genau wissen und glücklicherweise konnte man dies auch nicht dem Bordhandbuch entnehmen.
Jack dachte für einen kurzen Augenblick darüber nach, den Cryo-Schleim als alltägliche Nahrung einzuführen, aber verwarf den Gedanken schnell wieder, da er bei weiten nicht die Nährstoffzufuhr liefern konnte. Seine dampfende Mahlzeit vor sich und das frisch gebrühte Catnip versprachen, seine Kopfschmerzen für den Moment zu vertreiben.
Jack beugte sich über den Catnip-Tee und zog mit seiner Nase einen Schwall dieses herrlichen Aphrodisiakums in sich hinein. Augenblicklich beschleunigte sich sein Puls, seine Pupillen erweiterten sich und er fühlte sich wie in Watte gepackt. Ein Wunder, dass du noch alleine den Weg zur Toilette findest. Zwei Jahre waren wir jetzt im Kälteschlaf und nichts hat sich geändert, dachte sich Steve. Er beobachtete mit einer Mischung aus Missgunst und Bewunderung, wie Jack sich seinem Rausch hingab und mit leeren Augen in den Weltraum hineinstarrte.


Das Raumschiff befand sich in der Umlaufbahn eines kleinen, grauen Planeten, dessen kahle Oberfläche das rote Licht seiner nicht weit entfernten Sonne reflektierte.
Es war Zeit, die Reise fortzusetzen und mit dem swing by-Verfahren, genügend Geschwindigkeit von dem kleinen Planeten zu leihen.
Dieses Konzept der Beschleunigung wurde schon seit Jahrzehnten von den Feles genutzt, um weit entfernte Planeten innerhalb des eigenen Sonnensystems zu erreichen. Dazu näherte man sich der Umlaufbahn eines größeren Körpers, wie beispielsweiseeinem Planeten, ließ sich ein wenig in das Gravitationsfeld ziehen und umrundete den Planeten eine bestimmte Strecke, baute so Geschwindigkeit auf und ließ sich kontrolliert in eine Richtung schießen. Idealerweise wurde dieses Verfahren zum Beschleunigen oder Drosseln verwendet.
Das sparte eine Menge Treibstoff und mit dem kraftvollen Photonenstrahlantrieb der UFSC Aoshima, konnten Geschwindigkeiten von sagenhaften Warp 0,1 erreicht werden.
Errechnete Positionen, die sich für das swing-by-Verfahren eigneten, flog die Aoshima per Autopilot an, während sich die Mannschaft im Kälteschlaf befand. Erst bei Eintreffen an der gewünschten Position wurde die Mannschaft geweckt, sodass der swing-by manuell durchgeführt werden konnte. Ein lästiges Unterfangen, wenn man die Tatsache berücksichtigte, dass der Autopilot das eigentlich selbstständig schaffen würde, aber die notwendigen Leitungen von Jack in seinem letzten Vollrausch gleich am Anfang der Reise so beschädigt wurden, dass eine automatische Langstreckenreise, wie sie eigentlich ursprünglich geplant war, nicht mehr möglich war.

Steve stellte sich an die Steuerkonsole, drückte einige Knöpfe und gab den Kurs ein. Jack war völlig in seinen Rausch versunken und bemerkte nicht, dass nun allerhand Kontrollleuchten aufflackerten und das Raumschiff ein kaum hörbares Brummen von sich gab.
Statisches Knistern erfüllte die Luft, das leise Summen der Triebwerke wurde zu einem Dröhnen und mit einem Knall setzte sich das Raumschiff über die Gravitation des Planeten hinweg. Sonnensysteme rauschten an ihnen vorbei, während vor ihren Augen Blitze züngelten und ionisiertes Plasma mit dem Magnetfeld der Raumschiffhülle reagierte. Die Fahrt wurde nach einer Weile etwas ruhiger und beide entspannten sich ein wenig. Jack saß noch immer high in seinem Stuhl und betrachtete, mit verträumtem Blick und weit geöffneten Augen, die vorbeiziehenden Systeme.
Steve drehte sich um, kontrollierte, ob Jack noch auf seinem Stuhl saß, und dachte nach: Ich werde drei Kreuze machen, wenn wir aus dieser abgefahrenen Nummer wieder heil herauskommen.

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Das Geschäft

Anmerkung des Autors: Es handelt sich um eine fiktive Geschichte. Jegliche Ähnlichkeiten zu bestehenden Personen und Situationen, sind rein zufällig. Die Idee hier ist, als Leser direkt in eine Situation „geworfen“ zu werden, ähnlich einem Kammerspiel. Diese Geschichte besteht primär aus „Ich“ (dem Erzähler) und „Du“ (der Leser/die Leserin) meiner Mitbewohner*in der WG, in der „Du“ eine tragende Rolle spielst.

Wir saßen alleine im Auto und waren auf dem Weg, einen seriösen und ordentlichen Sexshop zu besuchen. Wir pflegen ein persönliches Verhältnis und tauschen uns ungehemmt über Leidenschaften und Fantasien aus. Lauschen gespannt den Empfehlungen des anderen, sowie den abenteuerlichen Begegnungen und Erlebnissen, des jeweils anderen. Weitere Nähe für dieses wundervolle Zusammenleben war gar nicht notwendig, so glaubten wir zumindest und neben regelmäßigen Nachtfantasien, die wir heimlich für uns alleine im eigenen Bett auslebten, kam es bisher zu keinen sexuellen Handlungen zwischen uns. Wir waren uns sicher, dass uns das auf Zeit nicht genügen wird und wir uns mit absoluter Wahrscheinlichkeit nichts mehr wünschten, als uns gegenseitig zu beobachten, wie wir an unseren empflindlichen Stellen spielen, die Reize auskosten und uns selbst zum Höhepunkt bringen. Eine heiße Vorstellung, die uns oft mit in die Nacht begleitete und bisher nicht ausgesprochen wurde.

Uns missfällt das Konzept der großen Erotik Stores. Frauen werden hier als Frischfleisch präsentiert, wie das Nackensteak vom Schwein, in der Frischetheke beim Metzger. In unmöglich verdrehten Positionen sieht man Frauen auf DVD- und Blu-ray-Hüllen, wie sie mit gespielter Lust die Kamera anflirten. Einfach abstoßend.

Durch einen Flyer im Briefkasten, sind wir auf ein neues Konzept von Erotikladen gestoßen, was uns sofort faszinierte. Von „professioneller und kundennaher Beratung“ war die Rede, sowie ein privates und erwachsenes Auseinandersetzen mit der Thematik Sex, Lust, Selbstbefriedigung und Fetische. Der Fokus liege hier in der Selbstwahrnehmung und der persönlichen Weiterentwicklung. Anders als die üblichen Schmuddelläden, erwartete uns ein Geschäft, das ein Hybrid aus Arztpraxis, Sexshop, Esoterik-Kram und Bistro war. Alles kombiniert in einem Konzept.

Die Einrichtung im Wartebereich und Aufenthaltsraum war Bistro/Lounge, mit vielen großen Sofas und Sesseln, sowie dicken Matratzen mit kleinen Holztischen in der Mitte, auf denen man sich gemütlich hinsetzen- oder legen konnte, während man darauf wartete, aufgerufen zu werden. Es roch angenehm nach frisch aufgesetztem Kaffee und Tee. Die zahlreich vorhandenen Blumen vermittelten einen sehr heimischen Eindruck.
Wir wurden gebeten, zum uns gezeigten Zimmer zu gehen, in dem die Beraterin uns mit einem freundlichen Lächeln empfing. Der Besprechungsraum erinnerte dem einer Praxis, war aber deutlich schöner eingerichtet war und ganz ohne die ganzen medizinischen Instrumente vollgestopft. Es roch angenehm nach Desinfektionsmittel, ätherischen Ölen und es war ein kaum spürbarer Geruch von Sex wahrnehmbar. In einer Ecke des Raumes stand eine gemütlich aussehende Liege, an der ein kleiner Ecktisch mit einer großen Schale stand, in der Wasser und ätherische Öle von sich einer darunter befindenden Kerze erwärmt wurde.


Auffällig waren zwei Poster an den Wänden, von jeweils männlichen und weiblichen Genitalien, einer gemütlich aussehende Couch, ein kleiner Tisch mit Kaffeebesteck und einigen aus Bast und Stroh bestehenden Sesseln.
In dem Besprechungsraum lagen allerhand Sexspielzeuge auf einer Präsentationsplatte, die wir uns im Vorfeld Zuhause Online betrachten konnten und zu denen wir gerne mehr Informationen wollten.

Neben Fragen zu Wünschen des Spielzeugs, dem Einsatzbereich und der Wunsch der Stimulation, bekamen wir wahlweise Kaffee oder Tee, dazu Kekse und Kuchen. Während der Erklärungen, nahm die Beraterin/Verkäuferin regelmäßig Spielzeuge in die Hand und zeigte anhand der Poster, wie und wo sie jeweils stimulieren würden. Mit der Zeit wurde die Auswahl konkreter und ging über in das Testen der jeweiligen Spielzeuge, an dir. Ebenfalls eine Besonderheit des Geschäfts war, dass man sich einfach auf eine eigens dafür, sich im Besprechungsraum vorhandene Couch legen brauchte, auf der die Beraterin einem ordentlich und gewissenhaft zeigen wird, wie das Spielzeug zu verwenden ist.

Die Beraterin bittet höflich, dich in einer für dich angenehmen Position hinzulegen, damit sie mit der Vorführung beginnen könne. Du legst dich auf den Rücken und hebst die Beine in einer angewinkelten Stellung an. Die Beraterin nahm ein pinkes Spielzeug, dass an einen Hasen erinnerte. Am unteren Ende befand sich ein Drehregler, mit dem sich die Intensität der Vibration steuern lies. Sie griff zu einer Flasche mit der Aufschrift „Massageöl“ und rieb dich zwischen deinen Beinen ein. Dein rotes Gesicht verriet mir, dass du die Vorstellung kaum abwarten konntest.

Bereits nach kurzer Zeit war das unverkennbare Geräusch deiner Erregung zu hören, während du sanft zwischen deinen Schenkeln massiert wurdest.
Nach einigen Momenten der Vorbereitung, wird dir das Spielzeug von der Beraterin geschickt eingeführt und erhöht ein wenig die Intensität der Vibration. Erklärungen folgten mit Hinweisen an das jeweilige Poster mit den weiblichen Genitalien, wo welche Punkte gerade stimuliert werden, welche Stellen das Spielzeug erreichen kann, welche Gele und Öle sich am besten dafür eigenen.

Dein Atem wird immer schneller und du beginnst mit deinen Hüften gegen das Spielzeug zu drücken. Die Luft ist inzwischen erfüllt von feuchter Trägheit, dem Geruch deiner nassen Lust und deinem Deodorant, das durch deine Körperwärme wieder sein Duft entfaltete. Ein betörendes Aphrodisiakum, welches meine Sinne betäubt.
Interessiert beobachte ich die geschickten und geübten Bewegungen der Beraterin, lausche ihren Erklärungen zu Intensität und Langlebigkeit des Spielzeugs. Du hörst nichts davon.


Gefangen in einer Welt aus Lust, Nässe und Ekstase, lässt du die Vorführung über dich ergehen. Dein Atmen wird schneller und du beginnst zu stöhnen. Deine Augen vergrößern sich und verleihen dir den Anblick völliger Überraschung. Schnelles, durch die Lippen gepresstes Stöhnen ist zu hören. Dein ganzer Körper ist wie elektrisiert und plötzlich explodierst du in einer Welle aus Lust, ergibst dich deinem Orgasmus.
Dein Unterleib zuckt und jagt immer wieder eine neue Welle der Leidenschaft, durch deinen ganzen Körper.


Sichtlich zufrieden legt die Beraterin das Spielzeug auf eine separate Schale. „Hiermit ist die Entscheidung wohl schon gefallen?“, fragte sie mit rosigen Wangen und einem ehrlichen Lächeln. Du nickst nur stumm und versuchst wieder zu Atem zu kommen.
Du machst dich in einem separaten Raum wieder frisch und kommst mit noch immer zittrigen Beinen zurück zur Rezeption, an der ich bereits auf dich wartete.
Man erklärte uns, dass das Produkt einer eingehenden Reinigung und Desinfektion bedarf, was nur wenige Tage in Anspruch nehmen würde. Die Zustellung erfolgt, nach abgeschlossener Reinigung.
Zurück im Auto schauen wir uns an und beginnen herzhaft zu lachen. Uns kommen die Tränen und mein Bauch schmerzte mir bereits. „So etwas“, schnaufst du, „sowas habe ich wirklich nicht erwartet. Was ist da eigentlich eben passiert?“ Vom Lachen außer Atem, zucke ich mit meinen Schultern und starte den Motor. Wir fahren eine Weile und hören den Nachrichtensprecher zu, wie er sachlich seinen Text zu aktuellen Geschehnissen abliest. Ich schaue zu dir. „Nächstes Mal bin ich aber dran.“ und grinste frech. Ein bestätigendes Lächeln kam von dir und nach kurzer Zeit blickst du wieder nach draußen, der vorbeihuschenden Landschaft hinterherschauend. „Darauf brauche ich einen guten Rotwein“, murmelst du und schläfst mit dem Kopf an der Seitenscheibe angelehnt, ein.

Der Besuch ~

Anmerkung des Autors: Es handelt sich um eine fiktive Geschichte. Jegliche Ähnlichkeiten zu bestehenden Personen und Situationen, sind rein zufällig. Die Idee hier ist, als Leser direkt in eine Situation „geworfen“ zu werden, ähnlich einem Kammerspiel. Diese Geschichte besteht aus „Ich“ (dem Erzähler) und „Du“, meinem/meiner Mitbewohner*in der WG, auch wenn „Du“ in dieser Geschichte ausnahmsweise nur eine nebensächliche Rolle spielst.

Wir standen gemeinsam im Flur vor der geöffneten Wohnungstüre und hast mich deinen beiden Freundinnen vorgestellt, die ich bisher nur aus Erzählungen aus deiner Studienzeit kannte. Beide standen etwas verlegen vor der Türe, hast beide fröhlich umarmt und sie hinein gebeten. Die kleinere dunkelhäutige Frau stellte sich als erstes vor, sagte lächelnd sie heiße Mariella und reichte mir die Hand. Ihre Freizeitkleidung bestand aus einem locker sitzendem blass-gelbem T-Shirt, einer olivfarbenen weit sitzenden Hose, die nur bis zu ihren Knöcheln reichte und abgetragenen Sandaletten, in denen noch der letze Sand des vergangenen Ausflugs am Meer klebte. Ihr Griff war für ihre Statur ungewöhnlich fest und ich bemerkte erst in dem Moment ihre sonnengesättigte Haut mit feinen Sommersprossen und krausen sehr dunklen Harre, in denen wage von der Sonne rot gebleichte Stränen zu erkennen waren. Sie verströmte ein Geruch von Meer und Blumen, wie ich es noch nie zuvor gerochen habe.

Deine andere Freundin stellte sich mir nüchtern mit Lia vor und reichte mir schlaff ihre Hand. Die brünetten Haare mit dezenten blonden Highlights reichten ihr bis zum Rücken und schimmerten leicht im Licht der großen Flurlampe. Sie roch nach einem teuren Parfüm und machte kein Geheimnis daraus, dass es ihr offensichtlich finanziell nicht zu schlecht ging. Das seriöse Auftreten wurde von ihrer nicht ganz minderwertig aussehenden Abendkleidung unterstrichen. Ich sah erdfarbene, glatte Shorts, ein dünnes, eng anliegendes Oberteil und dazu dezente Stiefeletten in braunen Lederfarben, die ein paar von Lias gepflegten Zehen offenbarte.

Deine Gäste standen noch etwas unsicher in unserem Flur, bisdu sie willkommenheißend in unser Wohnzimmer geleitet hast.

Wir beide saßen auf der Couch, während deine Freundinnen es sich in unseren großen Sesseln gemütlich gemacht haben. Getrennt von einem kleinen Wohnzimmertisch mit Glasplatte, auf dem Süßigkeiten in Schalen und Softdrinks zu sehen sind, unterhielten wir uns über vergangene Geschehnisse, amüsierende Ereignisse und den beruflichen Werdegang, nach dem Studium. Durch die offene Balkontür strömt leicht die abendliche Spätsommerluft hinein, gemischt mit dem regelmäßigen leisen Rauschen von vorbeifahrenden Autos der angrenzenden Straße, die am Balkon vorbeiführte. Die Stimmung war fantastisch.

Der Abend verging wie im Flug. Draußen ist es bereits dunkel geworden und das Geräusch vorbeifahrenden Fahrzeuge wird deutlich seltener. Die milde Luft des Nachmittags ist nun deutlich frischer geworden und inzwischen mischen sich Gerüche von tau-nassem Boden und feuchten Rasen in die Luft. Genießend saß ich auf der Couch und roch die frische Brise, die durch die noch immer offene Balkontüre zog und richtete mich auf. Ich entschuldige mich höflich, dass ich mich jetzt bettfertig machen müsse. Dankend für den angenehmen Abend, begab mich in das Badezimmer und machte bereit für die Nacht, während du dich weiterhin den angeregten Themen deiner Freundinnen widmetest. Aus dem mindestens 20 Meter langen Flur, der zwischen dem Wohnzimmer und Schlafzimmer lag, drängte sich der leichte Schimmer der Stehlampe, die wir abends immer im Wohnzimmer eingeschalteten.

Erschöpft schlenderte ich in das unbeleuchtete Schlafzimmer, gab der Türe einen kleinen Schwung mit der Schulter und ließ sie bis auf die Hälfte hinter mir zufallen. In der Mitte des Raumes stand ein großes Doppelbett, mit antik anmutendem Flair. Das offenstehende Fenster lehne ich ein wenig an und ziehe die schweren weinfarbenen Vorhänge vor das Fenster. Es roch nach Schlaf und dem Sex von heute morgen. Dein Parfüm bedeckte deine ganze Seite des Betts, was mir sofort wieder lebhaft die Erinnerungen des Morgens ins Gedächtnis rief. Mit jedem Herzschlag merkte ich, wie sich etwas in meinen Shorts aufrichtete, aber beachtete es nicht weiter. Erschöpft ließ ich mich in das Bett fallen, deckte nur meine Beine zu und griff zu meinem Handy, dass ich seit dem Nachmittag vollständig ignoriert hatte. Benachrichtigungen zeigten mir verpasste Nachrichten in meiner Messenger-App an, sowie Nachrichten zu neu veröffentlichten Videos, auf meiner favorisierten Streaming-Plattform. Der Reihenfolge nach arbeitete ich die Benachrichtigungen ab und legte wenig später das Handy neben mir, auf den Nachttisch.

Alles war in Dunkelheit gehüllt. Die Konturen von Möbeln und anderen Objekten wurden verwaschen. Meine Augen brauchten mehrere Momente, um sich an das mangelnde Licht zu gewöhnen.

Der Geruch deines Parfums schlich sich wieder in meine Nase und rief erneut die ekstatischen Bilder vom Morgen hervor. Wieder spannten meine Shorts, aber diesmal schenkte ich dem volle Beachtung. Ich griff in meine Shorts und begann langsam zu streicheln. Mit jeder zärtlichen Bewegung sorgte mein Herzschlag für mehr Spannung in meiner Hand. Mit meinem vollständig erigiertem Glied in der Hand, begann ich meine Hand langsam und rhythmisch auf und nieder zu bewegen. Abwechselnd wurde ich mal langsamer, mal schneller.

Es verging eine Weile und plötzlich erschrak ich, da ich eine Bewegung im Flur bemerkte, irgendwo in der Nähe der Tür des Schlafzimmers. Ich hielt inne und roch den vetrauten Duft von Meer und Blumen. Ich vermutete, dass Mariella lediglich das Badezimmer benutzen wollte, hörte die Badezimmertüre einrasten und konzentrierte mich wieder ganz auf mich. Meine Hand wieder um meine Schaft, mit inzwischen energischeren Bewegungen und schnellerem Atem, den Flur immer im Blick.

Wenige Minuten vergingen, als ich die Spülung der Toilette hörte und das Öffnen der Badezimmertüre mir verriete, dass Mariella wieder im Flur war. Weiter streichelte ich mich und pumpte mit meiner Hand den Schaft, der vor Hitze nur so strahlte.

Im Augenwinkel erkannte ich Mariella, wie sie sich halb versteckt neben der Schlafzimmertüre positioniert hatte. Sie stand so weit in der Türe, dass ich ihre Figur klar erkennen konnte. Sie bewegte sich merkwürdig und betrachtete mich ziemlich ungläubig, bis ihr Blick zu einem äußerst interessierten Beobachten gewechselt hat. Erst jetzt begriff ich, dass sie ihre Hand in die Hose, unter ihren hellen Slip geschoben hatte und damit begonnen hatte sich anzufassen, zu streicheln und zu masturbieren. Sie versteckte sich immer unvorsichtiger hinter der halb geschlossenen Türe des Schlafzimmers und schaute immer häufiger auf mich.

Um unnötigen und peinlichen Erklärungsversuchen entgegenzuwirken tat ich so, als würde ich sie nicht bemerken. Mariellas schwerer Atem war inzwischen zu hören und ein flitschendes, rythmisches, kaum wahrnehmbares Geräusch, dass unmissverständlich auf die Erregtheit von Mariella hinwies. Verwirrung und Scham rufen aus den hintersten Winkeln ihrer Vernunft und befeuern die Erregung nur noch mehr. „Was wenn er mich dabei sieht? Verdammt, hoffentlich sieht er mich nicht richtig…. Ich WILL das er mich dabei sieht??“

Ein innerer Kampf, der sowohl ihre absolute Erregung und zeitgleich ihr Schamgefühl ist. Ihre Bewegungen wurden plötzlich schnell und ekstatisch, bis ein leises Wimmern aus Richtung der Türe zu hören war. Es vergingen einige Minuten, bis sich Mariella benommen Richtung Badezimmer bewegte und für weitere Minuten verschwand.

In der Zwischenzeit wurden die Themen im Wohnzimmer vermutlich etwas oberflächlicher. Die Unterhaltung war fast nicht mehr zu hören, außer dass du dich nebenbei nach dem Verbleib von Mariella erkundigt hast und habt einstimmig beschlossen, dass sie bestimmt nur etwas länger auf Toilette benötigt.

Als ob nichts gewesen wäre, kam Mariella vom Badezimmer zurück in das Wohnzimmer, immer noch ein wenig schwammig auf den Beinen und unterhielt sich mit euch weiter.

Es dauerte nicht lange, da musste Lia ebenfalls auf die Toilette, lief an der halb geschlossenen Türe vorbei und sah mich ebenfalls, wie ich auf mich selbst fixiert alle Reize vom Streicheln an meinem Schaft und den pumpenden Bewegungen genoss. Erstaunt und völlig fassungslos stellte ich fest, das Lia deutlich dreister in das Schlafzimmer schaute und absolut kein Problem damit hatte, sich hinter die halb geschlossene Türe zu stellen und einfach still zusah. Ihr Atem ging schwer und war deutlich ungehemmter, als der von Mariella. Vermutlich dachte sie, dass ich so mit mir selbst beschäftigt war, das ich sie nicht bemerken würde. Lia kam vorsichtig in das dunkle Schlafzimmer, stellte sich an die Wand direkt neben den Lichtschalter an der Türe, wo sie glaubte, ich könne sie nicht sehen. Was sie nicht beachtete war, dass sich meine Augen bereits an die Dunkelheit gewöhnt hatten und ich sehr wohl von ihr Notiz nahm. Schwer atmend sah ich, wie sie die Hose und ihren dunklen Slip ein wenig nach unten zog und sich zwischen die Schenkel griff, wo sie sofort anfing intensiv zu masturbieren. Ich erkannte, dass sie ein oder zwei Finger einführte und sich, mit jedem Stoß ihrer Hand, ein wenig mehr an die Wand hinter ihr lehnte, um besser an diese sagenhaft gute Stelle ihres nassen Paradieses zu gelangen. Lias Atem wurde schwerer und gepresst. Ich nahm einen leichten Geruch nach feuchter Scheide wahr, was mich in die Höhe der Erregtheit versetzte. Ihre Hand schlug leicht hörbar gegen ihren Kitzler, während die eindringenden Finger ihr unverkennbares Geräusch von sich gaben. Ich sah, wie sich Lia den Mund zuhielt und so versuchte, ihrem unkontrollierten Stöhnen und Luftholen einhalt zu gebieten, was nur bedingt gelang.

Bei nach wie vor gespielter Ahnungslosigkeit, drehte ich mich halb quer über das Bett, damit sie mich besser dabei sehen kann. Völlig unbeeindruckt massierte und pumpte ich meinen Schaft weiter. Gleitende Flüssigleit lief bereits aus der Kuppe und meine Hoden verhärteten sich. Mein Atem wurde immer heißer und der Geruch von nasser Scheide und meinem bevorstehenden Orgasmus trieb mich immer weiter zur Spitze des Höhepunkts. Ein leises „oh shit“ und das heftige Zucken in Lias Beinen und Unterbauch zeigten mir, dass Lia zu einem heftigen Orgasmus kam. Ihre Beine sackten ihr weg und rutsche fast bis auf den Boden. Nach Atem ringend versuchte sie sich zu beruhigen und die Kontraktion ihrer Beine und des Unterleibs in den Griff zu bekommen. Nach kurzer Zeit stand Lia auf, zog die Hose wieder hoch, torkelte sichtlich benommen und erschöpft zum Badezimmer und verschwand für einige Zeit.

Ich nutzte die Zeit und vollendete das, was sich jetzt für gefühlte Ewigkeiten in meinem Schaft gestaut hatte und kam zu einem explodierenden Orgasmus. Mein Schaft zuckte und pumpte die vorherigen Erlebnisse heraus, in einem nicht enden wollenden Schwall aus Erleichterung und Zufriedenheit.

Völlig erschöpft und noch immer verwirrt darüber, was da überhaupt genau geschah, dachte ich noch im beim Einschlafen „Man, das glaubt mir niemand.“ 

Das Wort zum Mittwoch

Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.

(Richard Dawkins, brit. Evolutionsbiologe )

Einige Gedanken, zu einigen Themen

Es gibt im Internet ein Bild von zwei Tigern, aber der zur Linken hat angeblich Down-Syndrom.
Wie sich herausstellt, sind Katzengattungen nicht in der Lage, das Down-Syndrom zu entwickeln, da die Chromosomstruktur dafür nicht die Basis bietet.
Zitat: „Führende […] Katzenexperten sagen jedoch, dass es unmöglich ist, dass das Down-Syndrom bei Katzen auftritt.
‚Die chromosomale Struktur von Katzengattungen unterscheidet sich zu stark, als dass [es] zu Genmutationen kommen könnte, die ein Down-Syndrom zur Folge haben.‘ – Auszug aus einem Artikel von Mitchell Sunderland {31. Mai 2016}
Meine Botschaft ist, das zwingend kritischer recherchiert werden muss. Hier geht es zwar „nur“ um unsere felinen Freunde und Begleiter, aber steht exemplarisch für alle Falschmeldungen, seien sie nun boulevard, politisch oder wirtschaftlich.

Ich habe das Gefühl, dass immer mehr Menschen wirklich alles glauben, was im Internet zu sehen ist. Viele Menschen dürften überhaupt keinen Zugang zum Internet haben, die sie nicht in der Lage sind, eindeutig zu filtern und zu analysieren. Könten Sie genau dies, würde z.B. die Schadsoftwareinfektionsrate durch eigenes Verschulden (!), nicht mehr vorkommen.
Schändlichste Falschmeldungen, um Anerkennung zu erlangen oder um Stimmung zu machen und im gleichen Zuge die hungrige Masse, die weiter mit Content versorgt werden möchte. Falschmeldungen, Unwahrheiten, unrealistische Modell-Selfies, mit zum Teil echt miserablen Photoshop-Arbeiten bzw Facetune. Es wird ein falsches Bild vermittelt, dass unwahr und unerreichbar ist. Genannte Falschmeldungen projezieren ein völlig unrealistisches Bild von Mensch, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Falschmeldungen führen dazu, dass ich mich inzwischen unwohl in meiner Haut fühle, weil ich genau weiß, dass wieder einer meiner Bekannten oder Freunde darauf hereinfallen wird und das Thema, bei einem nächsten Aufeinandertreffen, zur Sprache bringen wird. Die Verantwortlichkeiten sehe ich sowohl bei den Contenterstellern, als auch bei den Konsumenten. Ich sehe hier grundlegenden Handlungsbedarf.

In dem Kontext denke ich an die 7 Adoptivkinder, die geschlagen, misshandelt, missbraucht, verstümmelt und sonst wie gedemütigt wurden, nur damit die Mutter auf YouTube ihre hundertausende Klicks (oder Zuschauer) bekommt. Wussten Sie, dass die Adoptivmutter einigen der Kinder, regelmäßige Pfefferspray-Duschen verpasst hat? 
Ich finde es widerwärtig, mir wird schlecht und mir schnürt es den Hals zu, wenn ich solche Nachrichten lese. Dies steht als exemplarische Darstellung, des absolut blinden Konsums von Unterhaltungsangeboten.
Der Kanal wurde gefeiert und niemand kam auf die Idee, mal hinter die Fassade zu schauen. Es wurde nach mehr gegiert, ohne Rücksicht auf Verluste. Menschen, die in ihrer Facebook-Spielewelt und inmitten ihrer Facebook-Weisheits-Beiträge leben, waren hier die Zielgruppe und es hat funktioniert (!!). 
https://www.nbcnews.com/news/us-news/mother-accused-abusing-7-adopted-children-force-them-perform-youtube-n985216

Die mittlere und untere Gesellschaft verrroht zusehens und niemand fragt sich, wie es dazu kommen konnte. Alle empörensich über die aktuelle Situation, aber eine Aufarbeitung der Vergangenheit und der Umstände, ist allen Beteiligten dann doch zu anstrengend.
Sich der Empörung hingeben, sich triggern zu lassen und sich insbesondere der Opferrolle hingeben, ist für viele dann doch der einfachste Weg.

Die digitalen Medien sind zu einer Plattform der Streitsüchtigen verfallen, was sich bedenklich stark, auch immer mehr in der Öffentlichkeit bemerkbar macht. Dank Anonymität und nahezu völliger Unantastbarkeit, kann jeder unbehelligt seine Meinung äußern, ohne das Konsequenzen zu erwarten sind.

Ich habe Angst davor, zu einem verbitterten Menschen zu werden und mir damit zu schaden.

Ein fürchterlicher Traum

Mein Wohnzimmer stank nach Alkohol, Katze und ungesundem Bierfurz. Ich war wieder mal betrunken, als ich nach 2 Flaschen „Berliner Luft“ Richtung WC taumelte. Ich stellte mich an die Toilette und lies einfach locker. Mit hartem Strahl knallte mein Urin gegen die Schüssel und zeitgleich versuchte ich mich an der Wand festzuhalten, damit der Boden unter mir nicht nachgibt. Ich waschte mir die Hände und stolperte Richtung Küche. „Wenigstens hier, war es etwas aufgeräumt“, dachte ich für mich und holte meinen kleinsten Kochtopf, aus dem Küchenschrank. Den Topf befüllte ich mit Wasser, gab Salz hinzu und stellte ihn auf die Kochfläche, die ich auf die höchste Stufe einstellte. Ich wartete einige Minuten, bis das Wasser zu kochen begann und füllte die Tortellini in den Topf. „Zubereitungsempfehlung al dente: Bei nicht mehr siedendem Wasser, ca. 12-15 Minuten ziehen lassen„, laß ich. Wie hypnotisiert und im Zuckerrausch der beiden Flaschen, starrte ich leer auf den Topf. Nach nicht ganz 13 Minuten schöpfte ich das Wasser ab, füllte die Tortellini in einen tiefen Teller, kippte ein ganzes Glas Pesto in die Nudeln und stolzierte grinsend zurück, in das Wohnzimmer. Dort angekommen, ließ ich mich auf meinen großen Sessel fallen und machte mich über die Nudeln her. Die Portion schaffte ich nicht vollständig, ging aber satt und zufrieden Richtung Bett. Es war 01:45 Uhr in der Nacht und morgen muss ich arbeiten. Es dauerte keine 5 Minuten und mein Körper stürzte in einen unruhigen Schlaf.

Ich öffnete verwirrt die Augen und ich begriff sehr schnell, dass ich träumte. Du kennst das bestimmt. Man merkt sofort, dass etwas surreal ist und etwas nicht stimmt. Sei es Schatten im Augenwinkel, das merkwürdige Gefühl beobachtet zu werden, in Watte gepackt zu sein usw. Jeder erlebt seine Träume anders.

Mein Traum begann damit, dass wir gemeinsam auf dem Weg in die große Stadt waren, um deine Familie zu besuchen. Du hast dich tierisch gefreut, deine Familie wiederzusehen und insbesondere auf den Haushund. Wir kamen an und aus irgendwelchen Gründen, die nur im Traum Sinn machen, war das Zimmer von deinem jüngeren Bruder ein normales Wohnzimmer. Kein Bett, kein „Jungenzimmer“ mehr, sondern ein richtiges, klassisches Wohnzimmer. Völlig unbeeindruckt von dieser Tatsache unterhielt man sich ganz normal über alle möglichen Themen, ging seinen Dingen nach und ansonsten war alles soweit ganz normal.
Ein unangenehmes Kribbeln im Nacken lies mich zur Seite blicken, wo ich dich dann sah. Ich bemerkte, dass du im Wohnzimmer immer auf die gleiche Ecke gestarrt hast. Vorerst habe ich das gar nicht richtig realisiert, da ich deine Mimik beim besten Willen nicht zuordnen konnte. Ständig wechselte dein Gesichtsausdruck zwischen Verständnislosigkeit, Panik, Verwirrung und Abscheu. In einer Abfolge und einer merkwürdigen Kombination, wie es wohl auch nur im Traum möglich ist. Die ganze Situation schien mir so skurril und surreal, dass ich überhaupt nicht auf die Idee kam, dich anzusprechen.
Die Stunden vergingen, aber die merkwürdige Laune und dein verwirrendes Verhalten ließ einfach nicht nach. Plötzlich sprangst du auf, mit einer Decke um dich gewickelt, als würdest du dich vor etwas beschützen wollen. Du hast mich einfach mit Panik angesehen und hast mir gesagt, sie soll dich „endlich in Ruhe lassen„. Das machte mir große Angst, aber noch größere Verwirrung kam auf.

Endlich schaute ich in die Richtung, die du im Wohnzimmer fixiert hast. Am Rande der Couch saß eine etwa 120 – 130 cm große Puppe, die klassisch in roten und weißen Rüschen eingekleidet war. Das Kleid sah schmuddelig aus hatte einen ganz leichten Stich ins Braune. Das Gesicht der Puppe war in meinem Traum vorerst nur schwer zu erkennen. Es schien so, als wäre schlechter Radioempfang visualisiert worden und würde in genau der Art, das Gesicht der Puppe stören; etwa so, als würde ein Radiosignal nicht ganz hindurchkommen.

Ich musste sehr viel näher an das Gesicht der Puppe kommen, um etwas zu erkennen. Je näher ich dem Gesicht kam, desto mehr knisterte die Luft und ich glaubte, eine Art schwerfällige Vibration in meinem gesamten Körper zu spüren. Als ich nah genug am Gesicht der Puppe war, konnte ich das Gesicht endlich erkennen.
Anstelle eines typischen, hübsch bemalten Prozellankopfes, war dort lediglich ein Lumpen, wie man ihn damals bei Verurteilten verwendete, die auf den elektrischen Stuhl kamen oder gehängt wurden. Der Lumpen bedeckte den ganzen Kopf und den Großteil der hellen verfilzten Haare, von denen nur auf Höhe des Halses ein wenig zu sehen war.
Das Material des Stoffes bestand vermutlich aus Jute oder einem anderen, sehr grob gewobenen Material. Darauf war rustikal ein Gesicht gemalt, das lächelte. Das Gemalte war kein Kunstwerk, sondern entsprach in etwa den Fertigkeiten eines Kindes. Im Traum schwankte ich zwischen Verstörung und Faszination. I wollte das Gesicht anfassen, doch da holfte die Puppe plötzlich tief Luft. Ein gurgelndes Geräusch war durch die Maske zu hören und ich erschrak mich zu tode. Ich stürzte rückwärts und landete auf meinem Rücken, wärend ich die Augen nach der Puppe offen hielt.
Die Puppe richtete sich in einer unmöglichen Bewegung auf, schnaufte und röchelte und setzte sich plötzlich in Bewegung. Ein Stakkato an Schritten folgte. Mit zügigen Bewegungen kam sie auf mich zu und rechnete schon mit einem ziemlich „billigen“ Schocker, aber der blieb aus. Stattdessen machte sie um mich herum einen Bogen und folgte nur DIR.

Ich bemerkte, was das für eine Angst und Panik in dir auslöst. Die Wahrnehmung und das Bewusstsein, das dies doch nur ein Traum ist, verschwand ab hier vollständig. Mies gelaunt stapfte ich zur Puppe und schnauzte sie an. Bis dahin habe ich das für einen schlechten Scherz von deinem jüngsten Bruder gehalten, da die Körpergröße definitiv richtig wäre, aber ich irrte gewaltig.
Ich hatte keine Lust mehr, mich mit dieser äußert merkwürdigen Situation zu ärgern und insbesondere wollte ich, dass du keine Angst mehr hast. Ich griff mir deinen „jüngsten Bruder“ und schüttelte ihn, während ich schimpfte. Erst nach einer halben Minute bemerkte ich, dass das verdammte Ding komplett aus Stoff ist. Kein jüngster Bruder unter der Kleidung oder unter dem Jutesack. Einfach nur eine Stoffpuppe.
Ein Gefühl der Angst und Panik stieg in mir auf und ließ mich innerlich zerreißen. Mein Atem raste, ich zitterte und das Herz schlug mir bis zum Hals. Geistesabwesend setzte ich die Puppe zurück auf ihren Platz gesetzt, ganz am Ende der Couch. Das Theater ging von vorne los: Die Puppe richtete sich wieder merkwürdig auf und lief unbeirrt in deine Richtung.
Eher aus einer Affekthandlung heraus, nahm ich die Puppe und schmiss sie aus dem Wohnzimmerfenster, Richtung Garten.
Ich ging runter in den Garten und suchte die Puppe. Wie das manchmal in Träumen so ist, war es plötzlich Nacht. Kein spürbarer Tageszeitwechsel, kein Abendbrot oder Ähnliches… Es war einfach Nacht und es trug absolut nicht zu meinem Wohlbefinden bei.

Im nassen Rasen suchte ich weiter die Puppe, bis ich sie endlich gefunden habe. Sie bewegte sich nicht, aber sobald du näher kamst , richtete sie sich schon wieder auf.
In meiner Panik und Hilflosigkeit, begann ich unkontrolliert die Puppe zu zerreißen. Arme, Beine, Kopf und Torso der Puppe, flogen durch die Gegend.
Die Einzelteile der Puppe lagen auf dem Rasen verteilt und nichts regte sich.
Die Situation hat sich immer noch nicht entspannt und mein ganzer Körper brannte vor Anspannung. In meinem Nacken merkte ich etwas atmen und schnaufen (was mir eine riesen Angst bereitete und ich auf den Tod nicht ausstehen kann). Plötzlich dröhnte eine Stimme in meinem Kopf sowas wie „mEiNe (unverständlich) bLeIbT hIeR. NuR mEiNe (unverständlich)…“ Das hat mich sofort in einen Panikmodus verfallen lassen, wie er für Alpträume nicht typischer sein könnte. Laute Geräusche, Kreischen, unverständliche Worte, dröhnende Vibrationen im Körper und Kopf, Griffe und Krallen in meiner Seite, das Gefühl verfolgt zu werden, das ganze Entsetzen und der ganze Terror, den mein eigener Kopf zu bieten hatte, überschüttete mich mit voller Gewalt.

Es gab einen, für Träume nicht untypischen, „Szenenwechsel“. Wir lagen im Bett, ich drehte mich Richtung Wand und da stand wieder diese verdammte Puppe und „schrie“ mich an.

Ich wachte auf, mein Magen schmerzte, mein Herz raste und ich hatte das Gefühl, zu ersticken. Die Panik hatte mich immer noch voll im Griff, aber ich beruhigte mich langsam wieder. Erst mit der Zeit bemerkte ich, dass ich ein einer Pfütze aus Erbrochenem, Urin und Blut lag. „Scheiße“ dachte ich mir. Da habe ich es wohl ziemlich übertrieben, aber wo zum Teufel kam das Blut her?
Ich drehte mich auf die andere Seite des Betts und berührte mit meinen Fingern eine filzige Gestalt und griff sofort zu. Ich erschrak zu Tode und verstand erst nach meiner Panikattacke, was ich da berührte und lies entsetzt den den toten Körper meines Katers zurück auf das Bett fallen.

Ich brach in Tränen aus. Eine Welt ist für mich zusammengebrochen und ich hasste mich maßlos. Ich war auf der Suche nach dir, aber du bist schon lange nicht mehr da. Hast es angeblich nicht mit meinem Trinkverhalten ausgehalten und meintest noch, dass ich irgendwann dafür den Preis zahlen werde. „Dann ist das halt so“, meinte ich noch großkotzig.

Ich vergrub meinen Kater, meinen treusten Begleiter, der mich nie verlassen hat, in meinem Garten. Unter Tränen und bebenden Händen entfernte ich die Schweinerei im Schlafzimmer, packte Bettbezüge und Bettwäsche in stabile schwarze Müllsäcke und warf sie zum restlichen Müll, in den Garten.

Ich nahm mir vor, nie wieder so spät so viel zu essen und erst recht wollte ich die Finger vom Alkohol lassen. Das Versprechen an mich selbst, hielt einen Tag. Ich ergab mich der Trauer und Wut gegen mich selbst, holte mir eine Packung sehr starke Paracetamol gegen meine Kopfschmerzen und 2 Flaschen Wodka, setzte mich vor den PC und schaute Serien. Die Kopfschmerzen waren unerträglich, so entschloss ich mich die ganze Packung Aspirin zu nehmen, selbstverständlich mit meinem Treuen Mischgetränk aus 60% Wodka und der Rest irgendwas anderes, was auch immer meine Küche zu bieten hatte.

Ich schlafe ein und Träume nicht mehr. Das ist gut so. Meine Beine und mein Kopf kann ich nicht mehr bewegen, das Atmen fällt mir schwer, aber dann ist das halt so.